Kriminalromane der Weltliteratur – Dostojewski, Hammett, Harris

Kriminalromane der Weltliteratur – Dostojewski, Hammett, Harris

Kriminalromane der Weltliteratur – Dostojewski, Hammett, Harris

Eine audiovisuell-szenische Lese-Trilogie (für drei Abende)

 

2015 in Leipzig:

17.02 Dashiell Hammett: Der Malteser Falke, Moritzbastei

25.03 Dashiell Hammett: Der Malteser Falke, Horns Erben

20.04 Robert Harris: Vaterland, Moritzbastei

06.05 Robert Harris: Vaterland, Horns Erben

21.09 Fjodor Dostojewski: Schuld und Sühne, Moritzbastei

 

Inhaltliches Konzept der Lesereihe

In diesem Projekt, bestehend aus drei separaten Lese-Abenden, werden drei gesellschaftskritische Kriminalromane aus verschiedenen Zeitepochen aus dem Blickwinkel ihrer Milieubeschreibungen bearbeitet und jeweils in eine szenische Lesung mit audiovisueller Unterstützung umgesetzt. 

Die Autoren entfalten sehr spezifische Atmosphären ihrer jeweiligen Umgebungen. Je nach Handlungszeitraum, sozialem Umfeld, aber auch Beschreibungen zu Landschaften, Architektur, Moden, Jahreszeiten, Designs erschaffen sie die Inspiration bei der Findung von Fotomotiven und musikalischen Elementen, die die im Kopf des Zuschauers entstehenden Bilder bereichern, verfremden oder in Frage stellen.

Der Handlungsstrang eines kriminellen Falles ist in diesen Lesarten der rote Faden, das „Transportmittel“ auf dem Weg der Beschreibung gesellschaftlicher Zustände und Zusammenhänge. Allen drei Romanen ähnlich ist die Anlage der jeweilige Hauptfigur als ein Antiheld und gleichsam sich der Gesellschaft, in der er lebt, Widersetzenden, Ausgestoßen-fühlenden. Diese Suche und schließlich das Scheitern geschehen Analog der Suche nach Aufklärung des jeweiligen „Falles“.

Es entsteht eine eigenwillige Verschmelzung von Theater, Literatur, Musik und bildender Kunst.

 

Formales Konzept der Lesereihe

Bei der audiovisuellen szenischen Lesung wird der Inhalt von einem Sprecher vorgelesen. Die jeweils aus dem Text sprechende Figur wird aber auch auf dem begrenzten Raum vor dem Mikrofon „geschauspielt“. Deshalb wird ausschließlich im Stehen agiert. Mimik und Gestik und theatrale Vortragsweise der Dialoge unterstützen die Wirkung. Zudem wird mit einem Grundkostüm gearbeitet. Herausforderung ist das schnelle Wechseln zwischen den Rollen und der des Erzählers. Erweitert wird die Lesung durch akustische Einspielungen, die aus Geräuschen, Melodien oder Liedern bestehen. Weiterhin verstärken Projektionen, bestehend aus Grafiken oder Fotos, die Effektivität, ohne den Fokus vom Erzähler zu nehmen.


Die Lesereihe wird gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.


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