Dashiell Hammett: Der Malteser Falke

Dashiell Hammett: Der Malteser Falke

Eine zynisch-düstere audiovisuelle szenische Lesung

Premiere: 17. Februar 2015, Moritzbastei Leipzig


 

Die Geschichte um den abgebrühten Detektiv Sam Spade im schäbigen Großstadtmilieu San Franciscos der späten 1920er Jahre. Der Zyniker, Knallharte, scheinbar Unmoralische, illusionslos und ohne Gefühlsbindung, der in einer düsteren Bilderwelt einen meisterhafter Einblick in das Leben einer amerikanischen Großstadt seiner Zeit gibt, in der die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen. Rücksichtslos gegenüber geltenden Normen, nur den eigenen Vorstellungen von Recht verpflichtet, in einer Gesellschaft, deren Individuen über Leichen zu gehen bereit sind für das Objekt ihrer Begierde.

Atmosphärisch begleitet durch Leipziger Fotos, stilistisch angelehnt an den deutschen Expressionismus.

 

Das Werk in pessimistischer Grundstimmung mit der zeithistorisch archetypischen Figur des „Hardboiled detectivs“, der stilbildend für eine ganze Epoche des Hollywoodfilms wurde, in der Geschichte um den groß angelegten Raub einer äußerst wertvollen Antiquität, dem „Malteser Falken“.

Der Wortkarge, dessen Handeln sich zum Schluss als zutiefst moralisch entpuppt, zeigt Hammett's Verständnis von der menschlichen Beschaffenheit, der vielen Widersprüche, die einen Individualisten ausmachen.

Eine Gesellschaft, in ihrer Kälte entlarvend und offenbarend, das Musterexemplar eines gelebten Kapitalismus.

 

Mehr als eine Krimi-Lesung. Zarbocks Sam Spade, der Ich-Erzähler des Romans, ist sonor angelegt, ganz im Stile der Off-Stimmen in den Filmen, die Femme Fatale ist der verführerische Kontrapunkt. Zarbock moduliert und variiert und schafft es, aus dem Nichts heraus die Welt des Privatdetektiven Spade erlebbar werden zu lassen. (Leipziger Volkszeitung)

 

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