Retro ADOLF SÜDKNECHT “Deutschland entflammt”

In der vergangenen Folge von ADOLF SÜDKNECHT gab es mehr zu lachen, als in den ersten Monaten des Jahres 1933 zu erwarten war. Ein Novum stellte das Spiel von Gastspieler Norbert Deeg dar: Als Erster spielte er, wie die Familienmitglieder, nur eine einzige durchgehende Rolle in der ganzen Folge. Das gab ihm einen großen Spielraum, seine Figur zu entwickeln, was er reiflich ausnutzte. So gelang es ihm, einen strammen Nazi zu spielen, hinter dem in Wirklichkeit ein verfolgter Jude steckte.

Am Stärksten spürte Anton die gesellschaftlichen Veränderungen; er musste in dieser Folge lernen, in Zukunft seine KPD-Nähe gänzlich zu unterdrücken, wenn ihm sein Leben lieb war. Außerdem steckte noch die Trauer über den Verlust seiner Verlobten Denise in seinen Knochen, was ihn in dieser Folge in große Wechselbäder der Gefühle durchleben ließ.

Adele begrüßte die politischen Entwicklungen enthusiastisch und besuchte die Umbenennung der Südstraße in Adolf-Hitler-Straße, wobei sie sogar ihr Kleinkind vergaß, das von der Masse in Freude davongetragen wurde. Ihr Lied des Abends über "Staubsauger des Frühlings" blieb unvergesslich.

Adolf nahm die Entwicklungen wie immer sehr pragmatisch: Er lotete aus, wofür sich eine Hakenkreuzflagge außer zum Aufhängen noch eignen würde, fragte sich, ob die Nazis ob des Kreuzes mit dem Roten Kreuz zusammenarbeiten würden und versuchte und erweiterte alle Varianten des deutschen Grußes.

Am Ende waren die Südknechts reif für die im Mai folgenden zwei Freiluft-Schauen mir den Kollegen vom Stummfilm-Wanderkino im Leipziger Clara-Zetkin-Park.

AdolfSuedknecht_130416_Folge12_Anno1933

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>