Liebe oder Freiheit! Bob-Dylan-Songs mit Schillers Räubertexten

Liebe oder Freiheit! Bob-Dylan-Songs mit Schillers Räubertexten

Liebe oder Freiheit!

Bob-Dylan-Songs mit Schillers Räubertexten

Uraufführung war am 21. Juni 2012

 

Der Inhalt

Zwei Männer auf dem Weg Richtung Freiheit: Bob Dylan in seinen Songs und Friedrich Schiller in Form seines Alter Egos Karl Moor; dazwischen eine Frau.

Simone Cohn-Vossen und Alexander Fabisch stellen in der Produktion von „THEATER light“ Schillers und Dylans Freiheitsdrang den Fesseln der Liebe gegenüber. Jetzt kann die in den Räubern eher angedeutete Beziehung zwischen Karl und Amalia ausagiert werden. Und auch Dylan macht sich mit der Auswahl der Lieder frei von den Zwängen der Charts.

Hier kommen ausgewählte Song-Perlen zur Blüte, die mit Dylans und/oder Schillers Texten eingedeutscht von Liebe, Freiheit und Abschied handeln.

 

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Das Team

Es spielen Simone Cohn-Vossen und Alexander Fabisch

Regie: Armin Zarbock

Assistenz: Lisa Böttcher

 

Wer hätte es gedacht? Bob Dylan ist ein deutscher Bänkelsänger, Friedrich Schiller ein Hobo-Poet. Also Seelenverwandte. Zumindest wenn man Regisseur Armin Zarbock und seiner Inszenierung „Liebe oder Freiheit“ glauben darf. Und es gibt keinen Grund, das nicht zu tun in Anbetracht dieser mit einiger Chuzpe auf die Bretter des Feinkost-Sommertheaters gebrachten Adaption von Schillers „Die Räuber“. Der Klassiker in Form einer dylanesken Ballade von Freiheit, Liebe und Tod – das hat was.

Donnerstag war Premiere, und alles stimmt, gerade im Kunst-, gerade im Schmucklosen, im roh Gehauenen dieser Inszenierung. Die ist arm, aber sexy und gerade ob ihrer spröden Form durchaus passende Entsprechung zu Dylans Gesang.

Nur hieße es Zarbocks Inszenierung Unrecht tun, wenn man diese als bloße Sommer-Bespaßung, als trashige Travestie und auf parodistische Knalleffekte zielende Räuber-Pistole sehen würde. Das alles ist „Liebe oder Freiheit“ zweifellos auch. Doch die schräge Oberfläche wird gestützt von der Substanz darunter. Dramaturgisch geschickt ist, wie hier ein (auch mal recht freier) Schiller in Dylan-Song-Gefüge eingepasst wurde, oder wie eben eingedeutschte Dylan-Texte sich in die Handlung integrieren.

Und wie mit diesen Fabisch an der Gitarre und Cohn-Vossen am Bass immer wieder Gänsehautmomente schaffen. In der Musik ruht die dramatisch-emotionale Substanz dieser Inszenierung. Was sich aber eben nicht nur der Qualität der Songs schuldet, sondern eben auch, wie organisch diese in die Handlung platziert wurden. Mal als ferne Fata Morgana, mal als präsentes Kraftfeld. Mitreißend wuchtig wie bei „It‘s Allright, Ma“ und „Simple Twist Of Fate“ oder als sanfter Abgesang zum großen Sterben im Finale mit „Not Dark Yet“. Ja, wahrlich kein schlechtes Duo, der Fritz und der Bob. (Leipziger Volkszeitung)

Eigentlich liegt es ganz nah den US-amerikanischen Liedermacher nun mit dem deutschen Klassik-Revoluzer zusammenzuführen. Und schon bilden »Die Räuber« das dramatische Grundgerüst für ein Mini-Musical im Sommertheater-Gewand in dem der moralische Konflikt zwischen anarchischer Freiheit – und Mordbrennerei – und der bürgerlichen Liebe zur übermütigen Farce wird und die Dylan-Versionen für eine gehörige Laune sorgen. (Kreuzer Leipzig)

 

Wann, Wo, Karten

Das Stück wurde gespielt im Rahmen des Feinkost-Sommertheaters. Alle Termine, Karteninfos und weitere Neuigkeiten auf der Feinkost-Sommertheater- Fanpage

 


 

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